
Köstlichkeiten von der wilden Blumenwiese
Dem Gänseblümchen, auf unserer Anfang Mai 24 neu ausgesäten Wildblumenwiese, kann der Winter nichts anhaben. Es blüht seit Februar fleissig vor sich hin und streckt seine wunderschönen Blüten immer der Sonne entgegen, bis sie sich am Abend wieder verschliessen. Den ganzen Winter über konnte ich die Blätter sammeln oder ganze Blattrosetten schneiden, wie Nüsslisalat.
Das Gänseblümchen hat nebst Gerb- und Bitterstoffen, viele Saponine die schleimlösend wirken. Es enthält Vitamin C, Magnesium und Provitamin A und ist ein kleines vitales Kraftpaket, welches uns in den kalten Tagen mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgt und erst noch gut schmeckt. Heute möchte ich dich mit einem einfachen Rezept mit „wilden Grünen“ von der Wiese beglücken.
Grünes Omelette mit Wildkräuterpilzfüllung
Grüner Teig für Omelette oder Crèpes
200g Dinkelmehl hell oder dunkel
4 dl Wasser oder Milch resp. pflanzliche Alternative
1 TL Salz
4 Eier oder Ersatz (Leinsamenmehl u.a.)
1-2 Handvoll Wildkräuter mit wenig Wasser zu einer grünen Sauce pürieren
Alle Zutaten zu einem glatten Teig verrühren und 15-30 Min stehen lassen.
Wildkräuterpilzfüllung
1 Zwiebel und 1-2 Knoblauchzehen klein schneiden und mit etwas Ghee oder Olivenöl in der Pfanne andünsten
Ca. 8 mittelgrosse Champignons gewürfelt dazu geben, mit dünsten und mit Schuss Weisswein ablöschen, auf kleinem Feuer köcheln lassen, bis die Champignons gar sind
1dl Rahm oder Hafersahne dazu geben, einköcheln lassen
Am Schluss 1-2 Handvoll kleingeschnittene Wildkräuter dazu geben, mit Thymian, Salz, Pfeffer, wenig Chili würzen und abschmecken und 5 Min ziehen lassen
In der Zwischenzeit die grünen Omeletten in der Bratpfanne zubereiten.

Auf der Ende Mai 2024 ausgesäten Wildblumenwiese habe ich 10 verschiedene Pflanzen für das Rezept gepflückt.
Gänseblümchen, Vogelmiere, Purpurtaubnessel, Junge Schafgarbenblätter, junge Blättchen der Wilden Möhre, Wiesenlabkraut, Spitzwegerich, Löwenzahn, Blütenstände des behaarten Schaumkrauts und Sauerampfer.
Mit diesem Rezept möchte ich dich anregen, dir einen Ort zu schaffen, wo du einige deiner Lieblingswildkräuter anpflanzt. Du kannst auf deinem nächsten Spaziergang einige Pflanzen die häufig vorkommen, wie der Löwenzahn, Bärlauch, Spitzwegerich oder die Schafgarbe ausgraben und im Garten anpflanzen und schon hast du dir dein Mini Superfood Gärtlein angelegt. Das geht auch im Blumentopf auf dem Balkon.
Mehr über Köstlichkeiten von der Wiese und wie du die „essbaren Wildpflanzen“ anbauen kannst erfährst du im Jahreskurs-Selbstversorgung mit essbaren Wildpflanzen.

Wilde grüne Vitalstoffe
Die Vitalstoffe welche die „wilden Grünen“ am Wegesrand zu bieten haben sind gerade im Frühling enorm. Mit voller Kraft spriessen sie mit der Rückkehr des Lichts aus dem Boden. Gerade zu dieser Jahreszeit profitieren wir von der Wildpflanzenpower für unsere Gesundheit und Wohlbefinden.
Das Gänseblümchen ist reich an Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor, Eisen, Vitamin C, Provitamin A, Eiweiß, Gerb- und Bitterstoffen, Saponinen und Schleimstoffen. Ein Butterbrot mit Gänseblümchenblüten bedeckt, etwas Pfeffer und Salz darüber und reinbeissen ist ein himmlisch, sinnlicher Genuss, wie auch ein wunderschöner Anblick. Ob als dekorative Salatbeigabe, als Tee oder in Smoothies, das Gänseblümchen macht glücklich, gesund und munter in jeglicher Hinsicht.
Der Löwenzahn beschenkt uns mit Bitterstoffen, Flavonoiden, Schleimstoffen, Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen, Zink, Vitamine C, D, E, Provitamin A, Inulin in der Wurzel (Frühjahr 2%, Herbst bis 40%). Der Löwenzahn mit seinem bitteren Geschmack wird eher als Gewürz und in kleinen Mengen eingesetzt, ob im Salat, in einer Suppe oder in Kräutersalzen.. Mit den gezupften Blüten lässt dich ein gelbes Salz herstellen.
Der Spitzwegerich bietet 2 bis 3 % Glykoside (Iridoide), Schleimstoffe, Saponine, Gerbstoffe, Flavonoide, Kieselsäure, Kalium, Zink, Provitamin A, Vitamin C. Antibakterielle, antibiotische und entzündungshemmende Stoffe wie Aucubin. Im Samen: Öl, Schleimstoffe.
Er verfügt über eine lange Vegetationszeit und die jungen Blätter schmecken im Smoothie, als gedünstetes Gemüse, als Suppe oder fein geschnitten zu einem Salat fein. Der Spitzwegerich hat einen leichten Pilzgeschmack und die jungen schwarzen Blütenknospen, mit Zwiebeln und Knoblauch angedünstet sind der perfekte Pilzersatz.
Das behaarte Schaumkraut besticht mit seinen Senfölglykosiden, Mineral- und Bitterstoffen und Vitamin C. Das behaarte Schaumkraut wird rohköstlich verwendet und schmeckt fein gehackt mit Kräutersalz auf einem Butterbrot, Kräuterquark und als Geheimtipp mit Käsefondue herrlich und leicht scharf. Wie es zu dieser Kombination gekommen ist, erfährst du im Jahreskurs „Selbstversorgung mit essbaren Wildpflanzen“ am Winterkurstag.
Die Taubnesseln – im Rezept die „Purpur Taubnessel“ verfügt über Kalium, Magnesium, Kalzium, ätherische Öle, Flavonoide, Saponine, Schleimstoffe und Gerbstoffe.
Die Taubnesseln schmecken ein wenig wie Champignons und können fein geschnitten zu einer Pilzrahmsauce zugegeben, wie auch in Smoothies und Salaten genossen werden.




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